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NGT-Perspektiven Ein offenerDenkraum

NGT - Impulse

NGT-Impulse | NGT-Betrachtungen zu Zeit- und Gesundheitsthem

Heute im Fokus: Ein Presseartikel im NGT-Blick

Der im stern erschienene Artikel über körperlichen Schmerz, sportliche Grenzerfahrung und psychisches Wohlbefinden trifft einen Nerv. Viele Menschen kennen das Gefühl: Nach intensiver Bewegung ist der Kopf frei, das innere Rauschen verstummt, eine tiefe Ruhe stellt sich ein. Die Beobachtung ist richtig – und sie ist wichtig in einer Zeit, in der immer mehr Menschen unter Grübelschleifen, innerer Unruhe und mentaler Erschöpfung leiden.

Und doch greift die Erklärung zu kurz.

Die gängige Deutung lautet: Der Körper wird so stark belastet, dass das Grübeln gewissermaßen „überlagert“ wird. Der präfrontale Kortex fährt herunter, Stresshormone weichen Endorphinen, Dopamin und Endocannabinoiden. Der Schmerz verschwindet – und mit ihm die Sorgen.

Das klingt plausibel. Aber es erklärt nicht, warum Bewegung so zuverlässig wirkt – und warum sie oft schon lange vor echter Schmerzgrenze ihre heilsame Wirkung entfaltet.

Aus Sicht der Neurognostischen Transformationslehre (NGT) liegt der Schlüssel nicht im Schmerz, sondern in der Erinnerung.

Der menschliche Körper ist kein stillstehendes System, das gelegentlich in Bewegung versetzt werden muss. Bewegung war über Hunderttausende von Jahren der Normalzustand. Gehen, Laufen, Tragen, Spähen – oft viele Stunden am Tag, oft über weite Strecken. Nicht als Sport, nicht als Training, sondern als selbstverständlicher Lebensvollzug. Das menschliche Nervensystem ist auf Rhythmus, Fortbewegung und kontinuierliche Handlung hin organisiert.

Wenn sich der Mensch heute bewegt – sei es beim Laufen, Wandern oder langen Gehen – dann geschieht neurobiologisch etwas Entscheidendes:

Das Nexus-Selbst erkennt einen urvertrauten Funktionszustand wieder. Es tritt in Kohärenz.

In diesem Zustand verlieren Grübelschleifen nicht deshalb an Macht, weil sie „überdeckt“ werden, sondern weil sie biologisch irrelevant werden. Grübeln ist kein Grundmodus des Menschen. Es ist ein Nebenprodukt von Stillstand, Reizüberfluss und unterbrochener Handlung. Bewegung stellt nicht Ruhe her – sie stellt Stimmigkeit her.

Der dabei empfundene Schmerz ist kein therapeutisches Werkzeug. Er ist ein Schutz- und Regelsignal, das anzeigt, wo Belastung angepasst werden muss. Entscheidend ist nicht das Leiden, sondern der funktionale Vollzug: Rhythmus, Atmung, gleichmäßige Aktivität, Vorwärtsbewegung. Deshalb wirken auch moderate, lange Bewegungsformen oft nachhaltiger als extreme Grenzerfahrungen.

Erst nach dieser Rückkehr in funktionale Kohärenz verändert sich die Neurochemie. Endorphine, Dopamin und andere Botenstoffe sind nicht der Auslöser der Heilung – sie sind ihre Folge. Der Körper belohnt nicht den Schmerz, sondern die gelungene Rückkehr in einen stimmigen Zustand.

Vielleicht liegt hier ein blinder Fleck unserer modernen Selbstdeutung. In einer Gesellschaft, die Schmerz vermeiden will und Bewegung funktional ausgelagert hat, erscheint es paradox, dass gerade körperliche Anstrengung entlastet. Doch aus neurognostischer Sicht ist das kein Paradox, sondern eine Erinnerung: Der Mensch wird ruhig, wenn er wieder tut, wofür er gemacht ist.

Der im stern beschriebene Effekt ist real. Aber er ist kein Triumph des Leidens über den Geist. Er ist ein Moment der Rückkehr – aus dem Denken in die Handlung, aus dem Mindfrozen in das fließende Leben.

NGT-Kreis – Denkraum für neurognostische Klarheit


NGT-Impuls | Achtung: Psycho-Tainment

Willkommen bei NGT-Kreis, Ihrem Life Coach

In letzter Zeit taucht ein neuer Begriff auf: Psycho-Tainment.

Er beschreibt einen Trend, den viele von uns intuitiv längst spüren:

Psychologische Themen werden zunehmend unterhaltsam verpackt, emotional aufgeladen und massenhaft verbreitet – über Podcasts, Social Media, Bühnenformate und Online-Programme.

Das Problem ist nicht, dass über Psyche gesprochen wird.

Das Problem ist wie darüber gesprochen wird.

Psycho-Tainment arbeitet oft mit starken Vereinfachungen, schnellen Diagnosen und emotionalen Triggern. Es erzeugt Nähe, Betroffenheit und das Gefühl: „Das bin ich – mit mir stimmt etwas nicht.“

Genau hier beginnt die Gefahr.

NGT-Hinweis:

Lass dich nicht stigmatisieren.

Lass dich nicht verrückt machen.

Lass dich nicht vorschnell pathologisieren.

Nicht jede innere Unruhe ist eine Störung.

Nicht jede Krise ist ein Defekt.

Nicht jede Lebensphase braucht ein Label.

Viele dieser Formate leben davon, Probleme sichtbar zu machen – aber sie bleiben oft an der Oberfläche der Symptome. Sie erklären, beruhigen, normalisieren – und entlasten damit kurzfristig.

Doch was dabei leicht verloren geht, ist die eigene innere Kompetenz.

In der Neurognostischen Transformationslehre (NGT) gehen wir einen anderen Weg.

Wir suchen hinter die Begriffe, unter die Etiketten und jenseits der schnellen Erklärungen.

Wir fragen nicht zuerst: „Was habe ich?“

Sondern: „Was will mir mein inneres System zeigen?“

Viele Menschen fühlen sich heute „falsch“, „zu sensibel“, „nicht belastbar genug“.

Oft entsteht dieses Gefühl nicht aus dem eigenen Leben – sondern aus dem ständigen Vergleich mit psychologischen Erzählungen, die suggerieren, man müsse sich permanent optimieren, verstehen, therapieren.

NGT-Klarstellung:

Selbstbeobachtung ist nicht automatisch Selbsterkenntnis.

Dauerreflexion ist nicht automatisch Heilung.

Manchmal ist der gesündeste Schritt nicht, noch tiefer zu analysieren, sondern wieder Boden unter den Füßen zu bekommen, den eigenen Rhythmus zu spüren und das Denken zu entlasten.

Wenn du im Netz, in Podcasts oder Shows auf psychologische Inhalte stößt, dann halte kurz inne und frage dich:

• Macht mich das klarer – oder verunsicherter?

• Fühle ich mich gestärkt – oder subtil defizitär?

• Wird mir Verantwortung zurückgegeben – oder unmerklich abgenommen?

Psycho-Tainment erkennt man oft daran, dass es viel erklärt, aber wenig Eigenführungermöglicht.

NGT steht für etwas anderes:

Für Verständnis ohne Stigmatisierung.

Für Wissen ohne Pathologisierung.

Für Klarheit statt Dauerbetroffenheit.

Du bist nicht kaputt.

Du bist nicht „zu viel“.

Und du bist mehr als jedes psychologische Etikett.

Bleib wach. Bleib freundlich mit dir. Und schau immer dahinter.

Dein

NGT-Kreis

NGT-Impuls | Fallbeispiel Urprägungen

Chris Rea - Rückkehr zur Urstimme

Chris Rea war kein Produkt des Popbetriebs. Seine raue, erzählende Stimme war nie auf Glätte oder Marktformate ausgerichtet, sondern auf Wahrheit, Narration und Tiefe. In der Sprache der NGT: eine funktionale Urberufung des Mythenträgers.

Der große Erfolg brachte jedoch eine wachsende innere Dissonanz. Erwartungen, Wiederholbarkeit und ökonomischer Druck führten dazu, dass sein Leben zunehmend gegen die eigene Anlage verlief. Die Musik blieb – aber sie war nicht mehr vollständig die seine.

Die Krebsdiagnose 2001 wurde zur Zäsur. Nicht als spirituelles Ereignis, sondern als klare innere Entscheidung: Wenn ich überlebe, kehre ich zu meinen Wurzeln zurück.

Nach der Genesung zog Rea die Konsequenz. Er verließ den Popmarkt, reduzierte radikal und wandte sich kompromisslos dem Blues und dem Erzählen zu. Das Leben wurde wieder urberufungskonform.

Im neurognostischen Verständnis ist das kein Wunder, sondern Kohärenz:

Das Nexus-Selbst lebt nicht mehr gegen seine innere Architektur. Der innere Kampf endet, das System entlastet sich.

NGT-Kernaussage:

Dissonanz entsteht, wenn wir dauerhaft gegen unsere funktionalen Urprägungen leben.

Transformation geschieht nicht durch Kampf – sondern durch Rückkehr zur eigenen Urstimme.

NGT-Impuls

Manche Stimmen tragen mehr als Melodie.

Sie erinnern an etwas Ursprüngliches.

Dieser Ausschnitt ist kein Musikvideo – sondern ein Impuls.

Zum NGT - Impuls:
Chris Rea - Rückkehr zur Urstimme

Verbundenheit, Herkunft und die stille Ordnung des Lebens

Eine neurognostische Einordnung von Natur, Beziehung und Regulation.

Manchmal beginnt Verstehen nicht mit einer neuen Technik, sondern mit einem anderen Blick. Die vorangegangenen acht Kapitel führen nicht deshalb so weit zurück – zur Urzelle, zur Kooperation des Lebens, zur langen Geschichte von Pflanzen, Tieren und Nervensystemen –, weil Romantik im Spiel wäre. Sie führen zurück, weil ohne Herkunft alles zu schnell mystifiziert wird.

Der Mensch spürt Verbundenheit. Mit der Natur, mit Tieren, mit Landschaften, mit bestimmten Orten. Er spürt Ruhe im Wald, Weite am Wasser, Erdung im Gehen. Und weil dieses Spüren oft früher da ist als Worte, wird es in vielen Kulturen spirituell erklärt. Energie, Schwingung, Geist, Feld. Das sind keine falschen Beschreibungen – sie sind Übersetzungen. Übersetzungen für etwas, das real wirkt, aber selten biologisch eingeordnet wird.

NGT geht einen anderen Weg. Nicht, um Spiritualität zu entwerten, sondern um sie zu erden. Verbundenheit ist kein Zufall und keine Projektion. Sie ist das Resultat einer gemeinsamen Geschichte. Alles Leben auf dieser Erde – Pflanzen, Tiere, Menschen – geht auf dieselbe Urzelle zurück. Dieselben Grundmoleküle, dieselben enzymatischen Prinzipien, dieselbe Logik von Kooperation, Anpassung und Regulation. Unser Nervensystem ist nicht in Abgrenzung zur Natur entstanden, sondern in ihr. Deshalb wirkt Natur regulierend. Nicht, weil sie „gut meint“, sondern weil sie dem System vertraut ist.

Dass Studierende in Räumen mit Pflanzen bessere Leistungen zeigen, dass Menschen im Grünen schneller regenerieren, dass Tiere Nähe, Ruhe und Bindung fördern – all das sind keine weichen Effekte. Es sind neurobiologische Resonanzen. Das Gehirn ist kein isolierter Rechner, sondern ein Beziehungsorgan. Es reguliert sich besser in Umwelten, die seiner Entstehungsgeschichte entsprechen.

An dieser Stelle berührt die NGT-Lehre auch ein weiteres Feld, das häufig mystifiziert wird: Ernährung. In den letzten Jahrzehnten ist ein Markt entstanden, der Nahrung, Supplements und Konzepte als Schlüssel zu Glück, Erfolg, innerer Erleuchtung oder gar Sinn verkauft. Milliardenkonzerne versprechen über Kapseln, Pulver und Programme das, was eigentlich ein komplexer biologischer Zusammenhang ist.

NGT ordnet auch hier ein. Ernährung ist wichtig. Elementar sogar. Unser Gehirn, unser Nervensystem, unser hormonelles Gleichgewicht sind auf bestimmte Nährstoffe angewiesen. Eisen, Kupfer, Aminosäuren, Fettsäuren, Spurenelemente – all das gehört zur Basis. Eine artgerechte, naturnahe Versorgung unterstützt Regulation, Klarheit und Belastbarkeit. Das ist keine Esoterik, sondern Biochemie.

Aber: Ernährung ist ein Teil des Systems, nicht seine ganze Wahrheit. Kein Supplement ersetzt Beziehung. Keine Diät heilt Bindung. Keine „Superfood“-Strategie kann das Nervensystem dauerhaft regulieren, wenn Kontext, Sicherheit, Bewegung und soziale Einbettung fehlen. Dort, wo Ernährung zur Heilslehre wird, wird erneut Herkunft ausgeblendet und Wirkung mystifiziert.

Der NGT-Impuls für den Kreis lautet daher:

Verbundenheit entsteht nicht, weil wir sie suchen.

Sie wirkt, weil wir aus ihr hervorgegangen sind.

Natur, Tiere, Nahrung, Körper, Beziehung – das sind keine getrennten Disziplinen, sondern verschiedene Ausdrucksformen desselben Systems. Wer das versteht, arbeitet anders. Ruhiger. Präziser. Weniger verführbar durch Versprechen. Und näher an dem, was tatsächlich trägt.

NGT lädt nicht dazu ein, an etwas zu glauben.

NGT lädt dazu ein, sich zu erinnern – biologisch, nüchtern und tief.

NGT - Wissensbeiträge

NGT-Wissensbeitrag (Video)

Urreflexe und Wahrnehmungstäuschung

Ein Mann stürzt, weil sein Gehirn eine Tiefe erkennt – obwohl sie nur perspektivisch auf den Boden gemalt ist.

Das Video zeigt die Macht archaischer Schutzprogramme vor bewusster Einschätzung.

Sitzen Gefühle wirklich im Herzen?

Herzschmerz“, „gebrochenes Herz“, „aus dem Herzen handeln“ – kaum ein inneres Erleben ist sprachlich so stark mit dem Herzen verbunden wie unsere Gefühle. Diese Vorstellung ist alt. Schon in der Antike galt das Herz als Sitz von Angst, Mut, Liebe und Trauer. Die alten Griechen beobachteten, dass starke Emotionen fast immer mit deutlichen körperlichen Reaktionen im Brustraum einhergehen: Herzklopfen, Enge, Druck oder Schwäche. Da es kein Wissen über Gehirnfunktionen gab, erschien das Herz als naheliegender Ursprung des inneren Erlebens.

Bis heute hält sich dieser Gedanke erstaunlich hartnäckig. Ein Grund dafür ist ein medizinisches Phänomen, das vielen Menschen wie ein Beweis erscheint: das sogenannte Broken-Heart-Syndrom(fachlich: Takotsubo-Kardiomyopathie). Dabei kommt es nach extremem seelischem Stress – etwa nach einem schweren Verlust oder einem Schockerlebnis – zu einer akuten Herzschwäche, obwohl zuvor keine Herzerkrankung bestand. Das Herz verändert dabei kurzfristig seine Form und erinnert an eine japanische Tintenfischfalle, den „Tako-Tsubo“.

Was auf den ersten Blick so wirkt, als könne ein „gebrochenes Herz“ tatsächlich tödlich sein, lässt sich neurobiologisch jedoch klar erklären. Bei extremem Stress schüttet der Körper enorme Mengen an Stresshormonen aus, insbesondere Adrenalin und Noradrenalin. Diese Hormone überfordern den Herzmuskel, lähmen vorübergehend seine Kontraktion und bringen das Herz aus dem Takt. Das Herz leidet hier nicht an Emotionen – es reagiert auf ein massiv übersteuertes Alarmprogramm des Gehirns.

Genau an diesem Punkt setzt die Neurognostische Transformationslehre (NGT) an. Aus NGT-Sicht entstehen Gefühle nicht im Herzen, sondern im Gehirn – durch die Verarbeitung von Erfahrungen, Bewertungen und Bedeutungen. Das Herz spielt dennoch eine wichtige Rolle: Es reagiert sehr schnell und sehr deutlich auf emotionale Zustände. Angst, Panik oder Überforderung werden deshalb häufig zuerst im Herzen gespürt.

Entscheidend ist die Unterscheidung:

Gefühle sitzen nicht im Herzen – sie zeigen sich dort.

Das Herz speichert keine Erinnerungen und keine Gefühle. Es speichert lediglich körperliche Reaktionsmuster, also wie es auf Stress, Alarm oder Entlastung reagiert. Diese Signale werden an das Gehirn zurückgemeldet und können Gefühle verstärken – aber nicht verursachen.

Für die NGT ist diese Klarheit zentral, besonders im Coaching. Wer glaubt, Gefühle müssten „im Herzen gelöst“ werden, gerät leicht in symbolische Fehlkreise. Die NGT geht einen anderen Weg: Sie versteht das Herz als sensibles Ausdrucks- und Frühwarnorgan des inneren Systems, nicht als emotionales Entscheidungszentrum. Heilung entsteht durch Verstehen, Entlasten und Neuregulieren – nicht durch Romantisierung von Symptomen.

Oder neurognostisch formuliert:

Das Herz weiß nicht, was geschehen ist.

Es zeigt nur, wie ernst das Gehirn die Lage gerade nimmt.

NGT - Beobachtungen

NGT-Beobachtung

Wenn Wut zur Schlagzeile wird

Wenn Wut zur Schlagzeile wird

In den vergangenen Wochen tauchte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften auffallend häufig dasselbe Thema auf: Wut. Pointiert, zugespitzt und teilweise alarmistisch wurde darüber berichtet, Wut breite sich aus, nehme zu oder werde zur gesellschaftlichen Gefahr – fast so, als handele es sich um eine emotionale Infektionskrankheit.

Diese Darstellung ist problematisch. Nicht, weil Wut kein ernstzunehmendes Gefühl wäre – im Gegenteil. Sondern weil sie missverstanden wird.

Aus neurognostischer Sicht ist Wut kein pathologisches Störgefühl, sondern ein legitimes Urgefühl. Sie entsteht dort, wo Grenzen verletzt werden, wo Ohnmacht droht oder wo ein inneres Ungleichgewicht nach Klärung verlangt. Wut ist kein automatischer Angriff. Sie ist ein Zwischenzustand – ein inneres Zeitfenster, das Aufmerksamkeit bündelt und signalisiert: Hier stimmt etwas nicht. Schau hin.

Gerade darin liegt ein entscheidender Unterschied zwischen Mensch und Tier. Ein Krokodil kennt keine Wut. Es reagiert unmittelbar: Reiz – Biss. Keine Verzögerung, keine Bewertung, keine Selbstführung. Der Mensch hingegen verfügt über ein hochentwickeltes Nervensystem, das genau diese Verzögerung ermöglicht. Wut schafft Zeit. Zeit zur Wahrnehmung, zur Bewertung, zur Entscheidung.

Wenn Medien Wut pauschal dramatisieren oder problematisieren, verwechseln sie das Gefühl selbst mit unreflektiertem Verhalten. Sie machen aus einem neurobiologisch sinnvollen Signal eine moralische Kategorie. Das ist leichtfertig. Denn Gefühle verschwinden nicht, wenn man sie stigmatisiert. Sie verschieben sich, verhärten sich oder entladen sich unkontrolliert.

Die Neurognostische Transformationslehre versteht Wut deshalb nicht als Gegner, sondern als Hinweis. Entscheidend ist nicht, ob Wut entsteht, sondern was ein Mensch mit ihr macht. Ob sie in blinde Reaktion kippt – oder in bewusste Klärung überführt wird.

Wut ist kein Rückfall in die Wildnis.

Sie ist eine Einladung zur Selbststeuerung.

Ein Beitrag aus der Neurognostischen Transformationslehre

für den NGT-Kreis.

Symbolisches Bild zum Thema Wut als innerer Spannungszustand

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Dr. Peter Eichhorn

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